Entscheidungskriterien

Wie informieren sich weiterbildungsinteressierte blinde und sehbehinderte Erwerbsfähige?

56 Prozent der Befragten informierten sich über die gewünschte Weiterbildungsmaßnahme direkt bei den Bildungsanbietern. 55 Prozent erhielten die Informationen über ihren Arbeitgeber, 51 Prozent wandten sich an Selbsthilfeorganisationen. 25 Prozent beschaffte sich die benötigten Informationen über Weiterbildungsplattformen im Internet. (Mehrfachnennungen möglich.)

Welche Kriterien spielen für die Entscheidung eine Rolle?

Die Entscheidung für ein Weiterbildungsangebot wird geprägt von folgenden Faktoren:

  1. Fachlich bzw. inhaltlich passend zur ausgeübten Tätigkeit: 90 Prozent
  2. Qualifikation der Dozenten: 90 Prozent
  3. Barrierefreiheit des Weiterbildungsangebots: 85 Prozent
  4. Erreichbarkeit der Weiterbildungsstätte: 84 Prozent
  5. Anpassbarkeit des Angebots auf die Bedürfnisse des Betroffenen: 79 Prozent

Von wesentlich geringerer Bedeutung ist etwa die Frage, ob die Weiterbildung durch eine externe Stelle zertifiziert ist – davon machten 42 Prozent der Befragten ihre Entscheidung abhängig. Noch seltener genannt wurden die Kriterien, ob die Weiterbildung die Chancen auf höheren Verdienst steigert (34 Prozent) oder zu weiteren Qualifikationen berechtigt (26 Prozent).

Die Stellungnahmen der ebenfalls befragten Schwerbehindertenvertretungen zu diesem Thema spiegeln die Ergebnisse annähernd wider.

Finanzierung

Die Finanzierung der Weiterbildungsmaßnahme erfolgte primär durch den Arbeitgeber (59 Prozent) oder durch eigene Mittel (43 Prozent). Erst an dritter Stelle folgen mit 39 Prozent die Leistungsträger (wie beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit).

Welche Unterrichtsformen werden am meisten nachgefragt?

Zu 52 Prozent präferieren die Befragten eindeutig die Unterrichtsform der Präsenzveranstaltung. 20 Prozent mögen Blended Learning, 17 Prozent die Weiterbildung am Arbeitsplatz. Jeweils sechs Prozent bevorzugen Fernunterricht bzw. E-Learning. Wenn es um das E-Learning geht, finden 41 Prozent der Betroffenen die web-basierten Lerninhalte am attraktivsten. Es hat uns überrascht, dass 39 Prozent der Befragten E-Learning überhaupt nicht kennen.