Künftiger Bedarf

Die Veränderung des Arbeitsmarktes durch die Digitalisierung lässt Auswirkungen auch auf den Bedarf an Weiterbildung erwarten. 61 Prozent der Befragten finden, dass regelmäßige Weiterbildung erforderlich sein wird. 21 Prozent der Befragten erwarten keine Auswirkungen, während 30 Prozent unsicher sind. Nur 3 Prozent gehen davon aus, einen ganz neuen Beruf erlernen zu müssen. (Mehrfachnennungen waren möglich.)

Folgende inhaltliche Wünsche an Weiterbildung wurden genannt:

  • EDV und digitale Medien: 80 Prozent
  • Sozialkompetenz, Persönlichkeitsentwicklung usw.: 62 Prozent
  • Hilfsmittel: 49 Prozent
  • Führungskompetenz: 44 Prozent

Als persönliches Ziel geben 60 Prozent an, die Kompetenz für die derzeit ausgeführte Tätigkeit erweitern zu wollen. 16 Prozent denken an eine Erweiterung des Aufgaben- und Verantwortungsbereichs, nur sieben Prozent an beruflichen Aufstieg, 17 Prozent an eine berufliche Neuorientierung.

Auch die befragten Integrationsfachdienste und Schwerbehindertenvertretungen sehen in den von den Betroffenen geäußerten Weiterbildungsbedarfen die künftig erforderlichen Bereiche der Weiterbildung für blinde und sehbehinderte Menschen.

Gibt es einen Bedarf an Weiterbildungsberatung?

Diese Frage wird eindeutig mit ja beantwortet. Zu den Inhalten, die in  einer Weiterbildungsberatung vorrangig behandelt werden sollten, haben die Betroffenen folgende Vorstellungen:

  • Fördermöglichkeiten: 76 Prozent
  • Arbeitsplatzgestaltung und Hilfsmittel: 74 Prozent
  • Unterstützung bei Suche und Auswahl passender Angebote: 72 Prozent

Einen hohen Wert sehen 72 Prozent der Befragten in der Neutralität des Beratungsangebots.

Fast jeder Zweite hätte gerne Unterstützung in der persönlichen Laufbahn- und Karriereplanung sowie bei der Ermittlung des Weiterbildungsbedarfs bei Sehverlust (jeweils 48 Prozent).

Diese Wertigkeit der Inhalte entspricht auch der Einschätzung durch Integrationsfachdienste und Schwerbehindertenvertretungen.

Eine Weiterbildungsberatung an sich wird von 53 Prozent begrüßt, nur sechs Prozent möchten darauf verzichten. Dieser Befund ist allerdings nicht ganz widerspruchsfrei, denn 41 Prozent sagen, dass sie selbst „vielleicht“ eine Beratung nutzen würden.