Inklusiver Arbeitsmarkt – DGB-Vorschläge

In der Dezemberausgabe von „Arbeitsmarkt aktuell“ unterbreitet der DGB Vorschläge zur Umsetzung eines inklusiven Arbeitsmarktes entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie ist im März 2009 in der Bundesrepublik in Kraft getreten und fordert auch Inklusion in der Arbeitswelt. Allerdings waren 2017 schwerbehinderte Menschen immer noch überdurchschnittlich oft arbeitslos: Während die allgemeine Arbeitslosenquote bei 7,2 Prozent lag, betrug der entsprechende Wert für schwerbehinderte Menschen 11,2 Prozent. Darüber hinaus ist der Abstand zwischen beiden Gruppen gewachsen – 2009 betrug der 4,1 Prozentpunkte, 2017 4,5 Prozentpunkte.
Der DGB fordert die Bundesregierung auf, endlich verbindliche Maßnahmen zur Umsetzung der UN-BRK zu ergreifen und unterbreitet Vorschläge, wie eine inklusive Arbeitswelt erreicht werden kann.

Unter anderem fordert der DGB:

  • Die Unternehmen müssen stärker als bisher dazu angehalten werden, ihre Beschäftigungspflicht von schwerbehinderten Menschen zu erfüllen. Deshalb sollten die Beiträge zur Ausgleichsabgabe deutlich angehoben werden.
  • Es müssen klare gesetzliche Regelungen geschaffen werden, die öffentliche und auch private Anbieter von Gütern und Dienstleistungen zu Barrierefreiheit verpflichten.
  • Barrierefreiheit muss ein verpflichtender Bestandteil der Leistungsbeschreibungen von Ausschreibungen im öffentlichen Sektor werden und zu den Vergabekriterien gehören.
  • Schwerbehinderte Menschen brauchen eine unabhängige und professionelle Beratung zu Teilhabeleistungen. Wenn die Arbeit der unabhängigen Teilhabeberatung als erfolgreich bewertet wird, muss ihre dauerhafte Finanzierung sichergestellt werden.

Das vollständige Papier finden Sie in arbeitsmarkt aktuell 9/2018.