Fachtagung Teilhabe im Job

Beschäftigungssicherung und Arbeit 4.0: Sind die Sozialleistungsträger noch up-to-date?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) und sein aktuelles Projekt „inklusive Berufliche Bildung ohne Barrieren“ (iBoB) auf seiner Fachtagung

„Teilhabe im Job – vor Reha, vor Rente. Die Bedarfe blinder und sehbehinderter Erwerbstätiger an und ihre Ansprüche auf berufliche Weiterbildung“

Die Einsicht ist nicht neu, dass Menschen mit Behinderungen den insbesondere durch Digitalisierung getriebenen Wandel in der Arbeitswelt bestehen können, wenn ihre aktive Teilhabe an den Wandlungsprozessen gesichert ist. Berufliche Weiterbildung und Kompetenzentwicklung, rechtzeitig und vor Vollendung der Tatsachen: Das sind die Erfolgsfaktoren für berufliche Teilhabe in unserer Zeit.

Wie präventiv müssen und können die Interventionen der Sozialleistungsträger sein, um die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in der modernen Arbeitswelt zu sichern?

Jan Miede, Stellvertretender Geschäftsführer der DRV Braunschweig-Hannover, setzt in seinem Eingangsvortrag erste Akzente. Er setzt in seiner Organisation den Strategiewandel hin zur Prävention um und fordert entsprechende Angebote, z.B. in den Bereichen Berufliche Eingliederung und Bildung, von den Dienstleistern der DRV ab.

Seine Thesen sind Ausgangspunkte für die anschließende Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Sozialleistungsträger, der Integrationsämter, selbst von Behinderung betroffenen Menschen sowie Schwerbehindertenvertreter*innen und –beauftragten  und Bildungsanbietern.

Dr. Christa Larsen, Direktorin des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), Zentrum der Goethe-Universität Frankfurt/M. legt am zweiten Tagungstag mit ihren Einstiegsvortrag „Wirtschaft digital; Herausforderungen für die Weiterbildung“ das empirische Fundament für die Diskussion über kompetenzbezogene und qualifikatorischen Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilhabe am Wandel in der Arbeitswelt.

Dr. Michael Richter, RA und Geschäftsführer der „Rechte behinderter Menschen gGmbH (rbm)“ referiert das von ihm erstellte „Sozialrechtliches Kurzgutachten für das Projekt iBoB zur Frage der Finanzierungssituation von speziellen Fort- und Weiterbildungsangeboten für insbesondere blinde und sehbehinderte Menschen“.

Am Nachmittag des zweiten Tagungstages soll die Frage: „Wie müssen wirksame, präventive Interventions- und Förderwerkzeuge der Sozialversicherungsträger, Integrationsämter, Betriebe und Bildungsanbieter gestaltet sein, um die erfolgreiche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auf dem Weg zur Arbeit 4.0 zu sichern ?“ in parallelen Workshops aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden. Die Moderatoren der Workshops geben jeweils fachliche Inputs aus ihren Perspektiven.

Die Fachtagung beginnt am Montag, den 04. März 2019 um 15.00 Uhr und endet am 05. März um 16.00 Uhr. Eine formelle Einladung zur Tagung ergeht Anfang Dezember 2018

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