Aufstiegs-BAföG

(Stand 03/2018)

Der Bund fördert Lehrgänge oder Fachschulen von zertifizierten Anbietern, die auf eine anspruchsvolle berufliche Fortbildungsprüfung wie Meister*in, Fachwirt*in, Techniker*in, Erzieher*in oder Betriebswirt*in oder auf eine von mehr als 700 vergleichbaren öffentlich-rechtlichen Qualifikationen vorbereiten. Die Kurse müssen mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen, die in Vollzeit innerhalb von maximal 3 Jahren, in Teilzeit innerhalb von maximal 4 Jahren absolviert werden.  Anspruchsberechtigt sind:

  1. Personen, die die Zulassungsvoraussetzungen für den angestrebten Abschluss erfüllen (meistens abgeschlossene Erstausbildung)
  2. Personen, die noch kein Aufstiegs-Bafög in Anspruch genommen haben – gefördert wird eine Aufstiegsweiterbildung pro Person (nicht zwangsläufig die erste),
  3. Bachelor-Absolvent*innen und Personen ohne Erstausbildung (z.B. Studienabbrecher, Abiturient*innen mit Berufserfahrung), die eine Aufstiegsqualifizierung anstreben.

Die Förderung kann unabhängig von Alter, Einkommen und Vermögen in Anspruch genommen werden. Gefördert wird durch Zuschüsse zu:

  • Lehrgangs- und Prüfungsgebühren in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühren bis zu 15.000 €,
  • Materialkosten bis zu 2.000 €,
  • Unterstützung zum Lebensunterhalt (z.B. Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende).

40% der Förderung wird als Zuschuss gewährt (muss nicht zurückgezahlt werden). Der Rest der Fördersumme wird als zinsgünstiges Bankdarlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gewährt, dessen Rückzahlung erst nach der Weiterbildung beginnt.  Bei erfolgreicher Prüfung werden 40% des Darlehens erlassen. Bei Unternehmensgründung werden bis zu 66% erlassen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter: www.aufstiegs-bafoeg.de oder der kostenlosen Hotline 0800 / 622 36 34.