Notwendigkeit einer Weiterbildung

Bedenken Sie bei Ihrer Argumentation für eine Weiterbildung stets, dass das Ziel des Leistungsträgers ist, Sie dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren und die Förderung einer beruflichen Weiterbildung eine „Kann“-Leistung ist. Daher wird vor einer Finanzierung die Notwendigkeit der Weiterbildung und Ihr voraussichtlicher Erfolg genau geprüft. Notwendig ist eine Weiterbildung für einen Leistungsträger, wenn durch sie

  • Arbeitslosigkeit beendet werden kann oder
  • eine drohende Arbeitslosigkeit abgewendet werden kann (z.B. Ihr derzeitiger Arbeitgeber Sie ohne Weiterbildung nicht weiter beschäftigen würde) oder
  • um einen fehlenden Berufsabschluss nachzuholen

Stellen Sie sich daher vor Ihrer Kontaktaufnahme mit einem Leistungsträger oder einer gemeinsamen Reha-Servicestelle folgende Fragen: Ist die Weiterbildung notwendig für Ihre Weiterbeschäftigung bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber? Verbessern sich Ihre Einstellungschancen deutlich, wenn Sie die von Ihnen angestrebte Weiterbildung absolviert haben (auch wenn Sie derzeit in Arbeit sind, kann diese Frage im Falle eines befristeten Arbeitsverhältnisses oder bei drohender Insolvenz oder Kündigung des Arbeitgebers relevant sein)? Besteht auf dem Arbeitsmarkt ein reeller Bedarf an der von Ihnen angestrebten Qualifikation (kann zum Beispiel durch Stellenangebote oder die an die Weiterbildung gebundene Einstellungszusage eines Arbeitgebers nachgewiesen werden)?

Falls Sie einen negativen Bescheid erhalten, scheuen Sie sich nicht davor Widerspruch gegen diesen einzulegen. Nähere Informationen finden Sie bei der rbm (Rechte behinderter Menschen): http://www.rbm-rechtsberatung.de/tipps/verfahren-und-fristen/