Unser Peer-Mentoring-Konzept

In unserem Peer-Mentoring-Programm vermitteln wir blinden und sehbehinderten Erwerbsfähigen einen ebenfalls blinden oder sehbehinderten Mentoren/eine Mentorin, mit dem oder der sie sich auf gleicher Augenhöhe austauschen können. Es handelt sich dabei um sehbeeinträchtigte Menschen, die sich mit den positiven wie negativen Erfahrungen bezüglich ihrer Behinderung auseinandergesetzt und Berufs- und Weiterbildungserfahrung haben. Sie verfügen über Wissen, das sie mit den Mentees teilen. Eine Ausbildung in einem beraterischen Beruf haben unsere Mentoren und Mentorinnen in der Regel nicht.

Aus dem Erfahrungsbericht eines Mentors oder einer Mentorin können Mentees z.B. für sich herausfinden, ob eine geplante Weiterbildung ihren beruflichen Vorstellungen entspricht oder ob sie in eine andere Richtung tendieren. Die Informationen, die die Mentees aus dem Austausch mit den Mentoren und Mentorinnen gewinnen, sollen ihnen dabei helfen, die gewünschte Weiterbildung erfolgreich zu absolvieren.

Jede Peer-Mentoring-Gruppe legt eigenständig fest, welche Themen sie behandeln und welche Ziele sie erreichen will. Auch der Rahmen, in dem die Beteiligten miteinander arbeiten möchten (Kommunikationsweg, investierte Zeit), wird von ihnen gemeinsam festgelegt.

Mit dem Kontakt zwischen Mentoren bzw. Mentorinnen und Mentees wird die Vernetzung, der Austausch und Wissenstransfer in der Selbsthilfe gefördert. Die Mentees werden ermutigt und gestärkt, für ihre Belange einzustehen. Blinde und sehbehinderte Menschen sollen in die Lage versetzt werden, ihre Entwicklungsmöglichkeiten besser zu erkennen und zu verwirklichen. Gerade im Mentoring können Kontakte geknüpft werden, die einen Informationsfluss gewährleisten und gegebenenfalls auch im weiteren Leben hilfreich sein können.